Instrumente der Personalauswahl: der biografische Fragebogen

7. September 2011 Norbert W. Schätzlein Recruiting

Der biografische Fragebogen nutzt, einem Spotlight in die Vergangenheit gleich, die höchst individuellen Ereignisse und Meilensteine aus der Biografie eines Menschen, die einer berufsrelevanten Interpretation unterzogen werden.
Im Idealfall werden Dispositionen und Einstellungen, frühe Prägungen und Wertvorstellungen, bzw. erfolgversprechende Merkmale im Verhältnis zur späteren Funktion erfasst (z.B. Arbeitsverhalten, Beharrlichkeit, Durchsetzungskraft, Führungsqualitäten, Problemlösungsfähigkeit, Teamfähigkeit, usw.).
Die Validität, also die Eignung und Gültigkeit der Messmethode, ist beim biografischen Fragebogen recht hoch und wird in Kreisen der Fachwelt von ihrer Aussagekraft häufig mit dem AC verglichen.
Betriebsklima

Interessante Ableitungen lassen sich z.B. zu Ergebnissen auf die Frage nach Ehrenämtern und Funktionen in Vereinen, zu ausgeübten Sportarten (Einzel- oder Mannschaftssport), dem Leseverhalten usw. treffen.
Doch nicht überall wo biografischer Fragebogen draufsteht, ist auch nämlicher drin.
Einen biografischen Fragebogen zu von extern zu beziehen, kostet rasch mal einen sechsstelligen Betrag und wird alternativ über die Sisyphusarbeit jahrelanger deduktiver Entwicklung aus der Praxis heraus nach Vollkostenkriterien auch nicht billiger.
Biografische Fragebögen sind zielführend in der Personalauswahl und zu Recht in den angelsächsisch-sprachigen Ländern weit verbreitet; in Deutschland jedoch sind sie meist unbekannt, oder in ihrer Aussagekraft das meist unterschätzte Auswahlverfahren.

Autor: Norbert W. Schätzlein

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