Der „Missing Link“ zum Erfolg.

8. November 2011 Norbert W. Schätzlein Unternehmer-Cockpit

Im Blog „10.000, die magische Zahl des Erfolgs“, habe ich dargelegt, welcher zeitliche Aufwand sich hinter virtuosen Menschen verbirgt.
Mit den betriebswirtschaftlichen Termini könnte man durchaus sagen, dass solche Menschen die Benchmark setzen, also der Best Practice-Kategorie zuzuordnen wären. Dabei ist egal, ob wir von sportlichen Höchstleistungen sprechen, Musiker von Weltrang bewundern, oder Mitarbeiter anerkennen, die Meister Ihres jeweiligen Faches sind.

Doch „nur“ gut sein alleine reicht heutzutage nicht aus. Es ist ein großer Irrtum den Zufall oder nennen wir es den Glücksfaktor aus der Diskussion um Erfolg heraushalten zu wollen.
Wie immer, wenn man das herrschende Paradigma infrage stellt, muss man sich auf tragfähige Daten beziehen können. Dies erfolgt auch hier mit Verweis auf die Studien von Malcolm Gladwell: „(…) werde ich zeigen, warum unsere Vorstellungen davon, was einen Menschen erfolgreich macht, grundsätzlich falsch sind.“ Der „Missing Link“ zu den Vorstellungen des Mainstreams über wirtschaftlichen Erfolg ist die Gelegenheit oder die erhaltene Chance.
Kettenglieder-2013

Wer agil ist und sich in den relevanten Kreisen seiner Zunft zu bewegen versteht, ist eher zur rechten Zeit am rechten Ort. Nur, ohne ein Forum für die Talent-Show eigener Fähigkeiten geht’s nicht. Seit alters her kennen die Griechen einen Begriff dafür: Kairos, oder die Gunst der Stunde, die es zu nutzen gilt.
Lassen Sie mich an einem Beispiel, das einer Schablone gleich, für viele andere Karrieren steht, verdeutlichen, worauf es ankommt.
Hans-Olaf Henkel (* 14. März 1940 in Hamburg), der ehemalige deutsche Manager bei IBM sowie ehemaliger Präsident des BDI und der Leibniz-Gemeinschaft, gab in einem Fernsehinterview vor vielen Jahren sinngemäß folgende Antwort (hier aus dem Gedächtnis wiedergegeben) auf die Frage nach der Weichenstellung für seine Karriere.
Nach ihm sollten im Auswahlgespräch mit IBM-Managern noch weitere Kandidaten drankommen, was er mit seiner Fortune zu verhindern wusste: Durch seine Brillanz und den augenzwinkernden Hinweis darauf, dass man sich ja gefunden hätte und damit – sinngemäß – der Auswahlprozess verkürzt werden könnte. So geschah es dann auch. Gratulation, besser geht es nicht. Das ist der perfekte Cocktail aus Kairos, Eigeninitiative und Cleverness, um dem Glücksfaktor auf die Sprünge zu helfen.

Wirtschaftlicher Erfolg ebenso wie Karriereerfolg ist, nach der hier vertretenen Formel, die Kombination aus:

Talent = Affinität zu einem bestimmten Thema, also eine Neigung, die angeboren sein kann
Übung = das praktische Tun, also das Training bis zur Best Practice (10.000 Stunden)
Gelegenheit = die Gunst der Stunde (Kairos) im Zusammenspiel mit Beziehungen (Vitamin B) bzw. Netzwerken

Autor: Norbert W. Schätzlein

Quellen:
• Gladwell, Malcolm: Überflieger, Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht, aus dem Englischen von Neubauer, Jürgen, Frankfurt am Main: Campus Verlag GmbH, 2009
• http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Olaf_Henkel

Best Practice Karriere Erfolg Glücksfaktor,

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